Professoren als Fürsprecher: Michael Herbst & Eberhard Tiefensee

Aktualisiert: 9. Aug.



Das von Peter Jost in Schwäbisch Hall initiierte ökumenische Projekt Raumwunder wird auch von universitärer Seite mit Interesse verfolgt.


Der katholische Theologe und Philosoph Eberhard Tiefensee ist ein Experte für Religiosität in Ostdeutschland. Selbst in der DDR aufgewachsen, ist ein Schwerpunkt seiner Forschung die Begegnung der Kirche mit konfessionsfreien und atheistisch geprägten Menschen. Doch für Prof. Tiefensee stellt nicht nur der Osten der Republik für die Kirche ein Herausforderung dar:

„Wohl in jeder Gegend Deutschlands sehen sich die Kirchen zunehmend mit der Aufgabe konfrontiert, dass die christliche Botschaft und die sich immer mehr vervielfältigenden Lebenseinstellungen zueinander finden müssen. Dazu müssen neue Wege beschritten und verschiedene Experimente gewagt werden, denn diese Entwicklung ist immer noch neu - besonders auch für die Kirchen. Alle sind jetzt auf der Suche. Wenn das Projekt „Raumwunder" helfen kann, dass sich möglichst viele begegnen und austauschen und dass sich alle Seiten - Kirchen-nahe und - ferne - dabei verändern, dann steht Schwäbisch Hall eine spannende Phase mit vielen Überraschungen bevor, aus der hoffentlich zumindest die kirchliche Seite, aber vielleicht auch die Stadt anders hervorgehen wird als sie hineingegangen ist. Ich wünsche dem Projekt das Feuer des Heiligen Geistes." - Prof. Dr. Eberhard Tiefensee

Der evangelische Professor Michael Herbst lehrt praktische Theologie an der Universität Greifswald und ist Gründer des Instituts für Evangelisation und Gemeindeentwicklung. Angesichts drastisch sinkender Mitgliederzahlen und des kirchlichen Bedeutungsverlustes gilt sein besonderes Interesse dem Gemeindeaufbau und der Frage, wie die christliche Botschaft auch heute noch Menschen ansprechen kann. Prof. Herbst kennt den konzeptionellen Hintergrund von Raumwunder und unterstützt das Projekt. In seinem Votum heißt es:

„Raumwunder klingt nach viel Platz für neugierige Menschen, nach einem wunderbaren Raum zum Entdecken des Glaubens. Und die Idee, Charles Taylor und Hartmut Rosa zum Ausgangspunkt für eine innovative Gemeindeform zu machen, klingt verlockend! Für dieses spannende Vorhaben wünsche ich allen Beteiligten Kreativität, Geduld, Resilienz, unternehmerische Freude sowie göttliche Inspiration und Segen.“ - Prof. Dr. Michael Herbst

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